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Unter allen „Anwendungen der Psychoanalyse“ ist die auf die Biologie nicht nur am meisten problematisch geblieben, sondern auch von den Analytikern selbst am wenigsten gepflegt. Dies ist begreiflich genug, weil die Bestrebungen jung und ihre Schwierigkeiten besonders groß und eigenartig sind. Andererseits hat die Bioanalyse, um das Wort Ferenczis für diese von ihm entscheidend beeinflußte Richtung zu verwenden, so gewichtige Förderung erfahren, so intensive Hoffnungen haften an ihr, und sie betreffen ein so überaus interessantes und wichtiges Gebiet, daß eine geordnete Zusammenstellung der vorliegenden Bruchstücke gewiß erwünscht wäre. Schilder1 hat vor einiger Zeit einen sehr anregenden Katalog von Problemen, bei denen die Ferenczisehe oder eine ihr nah verwandte Betrachtungsweise anwendbar zu sein scheint, in eine Untersuchung der Beziehungen zwischen „Psychoanalyse und Biologie“ eingeschaltet. Ein Sammelreferat zu geben, war nicht seine Absicht. Sein Aufsatz macht ein solches auch nicht überflüssig, aber es wird an ihm sehr deutlich sichtbar, wie jede Annäherung an bioanalytische Erörterung sogleich zu der Frage nach dem Sinn, der Natur und Zulässigkeit jener Analogien führt, von denen alle psychoanalytischen Arbeiten „über Biologie“ durchzogen sind. Ein vollständiger Bericht über sie fördert uns daher nur dann erheblich, wenn er diese ihre Grundlage ausreichend diskutiert.
Ferenczi hat sehr wohl gewußt, daß Analogien kein gesichertes Fundament abgeben, und hat nicht versäumt, seiner Methode wissenschaftliche Sorgfalt zu widmen. Die Skizzierung des vollendeten Plans der neuen Wissenschaft, die er in genialer Intuition erfaßt hatte, fesselte und entzückte ihn aber so sehr, daß er diese neue Welt erst einmal ganz durchmessen haben wollte und die gründliche Kritik ihrer Grundlagen für eine spätere Zeit aufhob. Das ist nicht nur allzu verständlich, sondern auch in jeder Hinsicht berechtigt. Die Brauchbarkeit eines Vehikels prüft man endgültig erst im Fahren. Die gedac