You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Der Wert dieses Buches für den Analytiker ist weniger im gedruckten Wort zu suchen als in der Idee, der es gewidmet ist, und dem Material, das es bringt. Der Verfasser hat seit Jahren während seiner Tätigkeit als Berater von Politikern, Organisator und Reporter „Doodles“ gesammelt, das heißt Kritzeleien, wie sie von vielen Menschen während untätigen Zuhörens, Telephonierens und langweiligen Wartens gezeichnet werden. Während der bewußte Teil der Persönlichkeit beschäftigt ist, schafft sich der unbewußte, unbeschäftigte Teil eine Abfuhr und offensichtliche Triebbefriedigung im Zeichnen, Malen und Schmieren. Diese so entstandenen Dokumente unbewußten Ausdruckes sollten ebensosehr zum Gebiet der analytischen Psychopathologie des Alltagslebens gerechnet werden wie Versprechen, Vergessen oder Verschreiben. Hier wäre nicht nur aufschlußreiche Einsieht in eine analytische Graphologie zu erwarten, sondern ebensosehr auch in Probleme primitiver und pathologischer Formempfindung. Eine analytische Auswertung der Kritzeleien ist bisher unmöglich gewesen, weil alle veröffentlichten Sammlungen meistens nur Kritzeleien von prominenten Persönlichkeiten enthielten (wie zum Beispiel auch die erste diesbezügliche Veröffentlichung des Referenten „Kritzeleien der Langeweile“, Medizinische Welt, Nr. 29 und 30, 1932). Dieses Buch bringt keine wissenschaftliche Sammlung, macht keinen ernstzunehmenden Versuch analytischer oder auch nur psychologischer Interpretation, aber es bringt glaubhaft authentisches Material von unbewußt gezeichneten Kritzeleien von allem, was in Amerika groß und berühmt ist. Auch ohne daß die unfreiwilligen Mitarbeiter an diesem Buch ihre freien Assoziationen gegeben hätten, ist ein großer Teil der gezeichneten Symbole leicht zu interpretieren, und in fast allen Bildern zeigt sich in unverhüllter, wenn vielleicht auch nicht vollständiger Form die Struktur der Persönlichkeiten. Anale Züge herrschen vor, wahrscheinlich weil anale Naturen mehr schmieren als andere und d