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Dieses kleine Buch bietet eine schematische Übersicht über die allgemeine Entwicklung des Kindes von der Geburt bis zur Reife. Es benützt ausführlich die eigenen Untersuchungen der Verf. und bezieht sich kurz auf eine größere Zahl anderer Forscher. Es vereinigt in interessanter Weise eine Menge von wertvollem Material, aber das Bild, das uns geboten wird, ist unsystematisch und die Akzente sind falsch gesetzt.
An vielen Punkten finden wir überzeugende Bemerkungen. So etwa verweist die Verf. auf die Art, in der „äußere Reize fortgesetzt das Gleichgewicht des Kindes während der ersten sechs Monate bedrohen, aber im Laufe seines zweiten Lebensjahres lernt das Kind, sein Gleichgewicht angesichts der es umgebenden Welt zu behaupten. Wenn das Kind am Ende des ersten Lebensjahres zu gehen und seine Umgebung unabhängig zu durchforschen beginnt, ist sein Gleichgewicht wieder gestört, bedroht und gefährdet. Wir finden als Ergebnis, daß das zwei bis vier Jahre alte Kind leicht aus dem Gleichgewicht gebracht wird und daß erst mit dem fünften und sechsten Lebensjahr dieses Gleichgewicht wieder erobert ist“ (S. 7-8). Das ist aber offenbar eine durchaus inadäquate Darstellung, wenn man sie als umfassende Erklärung der Schwierigkeiten des Kindes ansehen möchte; aber was die Verf. erwähnt, kann man als zusätzlichen Faktor gelten lassen.
Die Verf. scheint nicht ganz über die Art unterrichtet zu sein, in der die verschiedenen wohlbekannten standardisierten Systeme der Intelligenztests erzielt worden sind (S. 10-11). Vielleicht stammen die Mängel ihres Berichtes über diesen Gegenstand aus dem Bedürfnis, die Behauptung aufzustellen: „U n s e r Testsystem unterscheidet sich radikal in seinem Ausgangspunkt von den meisten psychologischen Testreihen …“ Ihr Bericht über Spearmans Gesichtspunkt ist gleichfalls verworren und mißverständlich (S. 160-163).
Es ist daher wenig erstaunlich, zu finden, daß die Verf., wenn sie das Gebiet der Psychoanalyse berührt, sich als schlecht unterrichtet und wen