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Liebert sieht den philosophischen Idealismus gegenwärtig von allen Seiten bedroht, und er versucht, die eigentliche Bedrohlichkeit der Krise des Idealismus dadurch wegzudisputieren, daß er die Krise als zum innersten Wesen des Idealismus gehörig hinstellt, Die immer wieder moralisierenden Ausführungen sind im Sachlichen ohne Überzeugungskraft. Die sehr allgemeine und unpräzise Darstellung vermittelt dem Leser weder einen klaren Begriff von dem Idealismus, der hier verteidigt werden soll, noch eine konkrete Anschauung von der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung, die seine innerste Fragwürdigkeit zutage gebracht hat. Ist es nicht eine bloße Verleugnung dieser Fragwürdigkeit, wenn man sie als eine produktive Eigentümlichkeit des Idealismus ausgibt?
W. Marseille (Wien)