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Der Ausdruck „Introjektion“ wird hier viel öfter gebraucht als in irgendeiner der anderen psychoanalytischen Gesellschaften, die ich kenne. Das heißt natürlich nicht, daß der so bezeichnete Vorgang andernorts weniger beachtet wird. Da ich mich hier in erster Linie mit der historischen Entwicklung des Begriffes der Introjektion beschäftigen will, so kann ich der Arbeit, die hier in England in den letzten Jahren in bezug auf unseren Gegenstand geleistet worden ist, offensichtlich verhältnismäßig wenig Zeit widmen. Niemand braucht indessen zu vermuten, daß diese Arbeit von mir in irgendeiner Weise ungenügend beachtet wird. Im Gegenteil zeigt schon die Wahl meines heutigen Themas, für wie wichtig ich sie halte, und ich kann nur hoffen, zur Klärung dieser Fragen wenigstens in indirekter Weise etwas beitragen zu können.
Die Mechanismen der Projektion, Introjektion und Identifizierung sind so eng miteinander verwoben, daß man eigentiich keinen derselben ganz für sich allein darstellen kann. Ich habe sie auch zusammen durchgearbeitet;, muß mich aber aus Zeitmangel auf die Introjektion beschränken. Dies hat auch noch einen anderen Grund: Während über Projektion und Identifizierung schon reiche Literatur vorliegt, ist die Introjektion bis jetzt in der analytischen Literatur nicht systematisch behandelt worden. Meistens wurde sie mit der Identifizierung zusammengeworfen, so daß die beiden Ausdrücke manchmal geradezu synonym gebraucht wurden. So kommt z. B. in Nunbergs Neurosenlehre Introjektion nur einmal vor — in Klammern hinter Identifikation (S. 199). Trotzdem häuften sich meine Auszüge so sehr, daß eine Auswahl nach dem einen oder andern Gesichtspunkt unerläßlich wurde. Zum Ausgleich kann ich nur versichern, daß ich versuchte, unparteiisch zu sein und das Material, so wie es sich vor mir entrollte, seine eigene Form finden zu lassen. Trotzdem muß ich noch fast alle Zitate weglassen und kann Ihnen nur einen ganz knappen Abriß bieten, aber auch wenn Sie für das, was ich zu sa