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Die Anregung zur Ausarbeitung einer zuverlässigen Methode zur Bestimmung der Wärmetönung des Gehirns an Versuchstieren, deren normale Lebensäußerungen durch die Versuchsanordnung möglichst wenig beeinträchtigt werden, ist von einer Veröffentlichung
von Bernfeld und Feitelberg in dieser Zeitschrift ausgegangen.1 Die Autoren haben aus allgemeinen theoretischen Erwägungen die Beobachtungen über die Gehirntemperatur von Berger und Mosso zur Berechnung der Temperaturdifferenz zwisehen Körper- und Gehirntemperatur verwendet und festgestellt, daß diese Temperaturdifferenz dem Verhalten der Versuchspersonen eindeutig zugeordnet ist, während die Gehirntemperatur keine regelmäßige Beziehung zeigt.
Feitelberg und Lampl haben die Fragestellung in folgender Weise präzisiert: geht man von der Erwägung aus, daß bei allen katabiotischen Prozessen in der lebenden Substanz die dissimilatorischen Prozesse über die assimilatorischen überwiegen, so wird zu erwarten sein, daß dabei Wärme freigesetzt wird, daß sie von positiver Wärmetönung begleitet sein werden, während umgekehrt bei anabiotischen Vorgängen Wärme gebunden wird. Die Gehirntemperatur ist aber kein Indikator für die Wärmevorgänge im Gehirn allein, da sie durch die Temperatur des zuströmenden Blutes verändert wird, auch wenn im Gehirn selber keine Wärme gebunden oder freigesetzt wird. Will man sich über die Wärmetönung des Gehirns unterrichten, so muß man zunächst die Temperaturschwankungen, die durch die Temperaturänderungen des Blutes verursacht werden, ausschalten. Das wird erreicht, indem man statt der Gehirntemperatur die Differenz zwischen der Temperatur des Gehirns und des zuströmenden Blutes mißt. Finden im Gehirn keine selbständigen Wärmeumsetzungen statt, so muß diese Temperaturdifferenz konstant bleiben. Die Gehirntemperatur folgt dann einfach passiv der Bluttemperatur. Beobachtet man ein Steigen oder Fallen der Temperaturdifferenz, so deutet das auf positive oder negative Wärmetönung im Gehirn hin.
Als Versuchstie