You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Die Autorin dieses Büchleins hat es sich zur Aufgabe gemacht, die psychoanalytischen Auffassungen des Kinderspiels zu prüfen. Die Untersuchung habe zwei Seiten, eine theoretisch-wissenschaftliche und eine praktisch-therapeutische. Es handle sich nicht nur darum, tiefere Einsicht in die Psychologie und Psychopathologie des Kindes zu bekommen, sondem auch vor allem um die therapeutische Bedeutung des Spiels.
Soweit die Angaben der Autorin in der Einleitung. Die Aufgabe, die sie sich gestellt hat, ist sicher sehr wichtig und ihre Bemühung begrüßenswert. Zu den vielen!, erst teilweise geklärten seelischen Phänomenen gehört auch das Spielen (der Kinder, wie natüplieh auch der Erwachsenen) und jeder Versuch zur Vermehrung unseres Wissens darüber verdient unser volles Interesse. Auch sind die Analyse des Spieles sowie die Rolle der Klein sehen spielanalytischen Methode innerhalb der Kinderanalyse Fragen von großer praktischer Bedeutung.
Im ersten Kapitel des Buches werden die verschiedenen außeranalytischen Spieltheorien kurz besprochen. Das zweite Kapitel befaßt sich mit den analytischen Auffassungen über das Spiel. Es werden Freuds Bemerkungen über das Spiel in „Der Dichter und das Phantasieren“, in „Jenseits des Lustprinzips“, in „Formulierungen über die zwei Prinzipien des psychischen Geschehens“, „Animismus, Magie und Allmacht der Gedanken“, in der „Analyse der Phobie eines fünfjährigen Knaben“ und in „Eine Kindheitserinnerung aus ‚Dichtung und Wahrheit‘“ referiert. Ferenczi und Pfeifer werden erwähnt; zum Schluß verweilt die Autorin längere Zeit bei den theoretischen Auffassungen Melanie Kleins und Anna Freuds, nicht nur über das Spiel des Kindes, sondern auch über sein Verhalten in der Analyse. Sie scheint es sich zur Hauptaufgabe gemacht zu haben, die Differenzen dieser beiden Auffassungen klarzustellen und dann auf Grund ihrer eigenen Untersuchungen kritisch Stellung zu nehmen. Sie formuliert dies folgendermaßen: „Wir sehen uns vor drei Aufgaben gestellt:
die durch M