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In einer den Schluß des 16. B. der Odyssee umfassenden schriftlichen Arbeit waren als letzte Verse die folgenden zu ühersetzen:
αὐτὰρ ἐπεὶ πóσɩοϛ ϰαὶ ἐδητύοϛ ἐξ ἔρον ἕντο,
ϰοίτου τε μνήσαντο ϰαὶ ὕπνου δῶρον ἕλοντο.
Das heißt richtig auf Deutach: Nachdem sie hierauf das Verlangen nach Trank und Speise gestillt hatten, dachten sie an die Nachtruhe und empfingen das Geschenk des Schlafes. Ein Schüler schrieb folgendes: … dachten sie an die Mutter (von ihm durchstrichen) Gemahlin und empfingen das Geschenk des Schlafes. Es ist das Wort ϰοῖτοϛ, bei dem er stolperte. Dasselbe ist nicht unbekannt gewesen unci bedeutet „das Liegen, Schlafen, die Nachtruhe“. Mit dem lateinischen Wort, das ich nicht hie herzusetzen brauche, hat es nur den Gleichklang gemein. Die Übersetzung „Gemahlin“ läßt sich erklären durch die Erinnerung an das stammverwandte ἄ-ϰοɩτɩϛ, das tatsächlich „Gemahlin“ bedeutet; das an erster Stelle stehende durchstrichene „Mutter“ ist aber damit in keiner Weise erklärt. Da „Mutter“, wie jeder nach ein paar Wochen Griechisch-Studiums weiß, μήτηρ heißt, besteht mit dem fraglichen xotto; gar kein lautlicher Zusammenhang. Auch die vorangehenden Verse, in denen erzählt wird, wie sich Odysseus, Telemachos und Eumaios über den mißlungenen Anschlag der Freier auf den von der Erkundigungsreise heimkehrenden Telemachos unterhalten, legen die Assoziation an die Mutter, die in diesem Fälle Fenelope wäre, nicht in dem Maße nahe, daß um ihretwegen vergessen werden könnte, daß Hotter im Griechischen nur durch μήτηρ ausgedrückt werden kann. Der fragliche Vers war, wie erwähnt, der letzte einer vielleicht etwas zu lang geratenen Schularbeit, da ein größerer Prozentsatz der Schüler für die Übersetzung der letzten Zeilen keine Zeit mehr fand. In solchen Fällen geschehen gegen Ende der Arbeit immer mehr Fehler, da sich