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Eine, förmliche Enzyklopädie der Psychoanaljtik schenkte uns Prof. Jones in dieser wertvollen Sammlung seiner psychologischen and psychotherapeutischen Arbeiten. Alle wichtigen Fragen der neuen Wissenschaft werden darin einzeln, in Form kleiner Monographien durchgesprochen, die sonst zerstreuten Arbeiten der Schule Freuds gesammelt, miteinander in Finklang gebracht, durch. treffende Beispiele und lichtvolle Auseinandersetzungen des Autors erläutert.
Die erste der hier gegebenen Arbeiten beschäftigt sich mit der „Rationalisation im Alltagsleben“, einem Begriff, der — von Jones geprägt—sich so notwendig erwies, daß wir uns dessen jeden Moment bedienen müssen. Es ist der glücklich gewählte Ausdruck für jene „sekundären Bearbeitungsweisen“, mit denen das Ich unliebsamen Einsichten durch Ausflüchte und mittels harmloser Erklärungen zu entgehen sucht. Im Aufsätze über die Psychologie Freuds unterzieht sich Jones der heiklen und schwierigen Aufgabe, die in den verschiedenen Werken Freuds zer-si reut en psychologischen Erkenntnisse zn einer Einheit zu gestalten. Wir wissen, wie sehr sich Prof. Freud vor der Übereilten Systembildung hütet und müssen ihm darin recht geben. Zu viel Unheil ist schon von dieser Art voreingenommener Wissenschaft, die neuartigen Erfahrungen gegenüber mit Blindheit geschlagen ist, gestiftet worden. Jones begeht diesen Fehler nicht Er begnügt sich mit der Gruppierung der Tatsachen und mit so viel Theorie, als sich aus dieser (Gruppierung zwanglos ergibt. Die Kapitel über Psychopathologie des Alltagslebens über die Traumdeutung, über die Rolle der Suggestion in der Psychotherapie, sind gelungene Darstellungen dieser Themata. Besondere Kapitel behandeln die moderne Anffassnng der Psychonenrosen, das Verhältnis zwischen organischen und funktionellen Krankheiten, die Psychoanalyse als Therapie, die analytische Methode, die Verwertung der Wort-Assoziationen in der Behandlung von Neurosen und in einem temperamentvollen Aufsätze setzt sich Jones mit den Geg