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Mochten die etwas lauten, affektreichen und nicht immer sachlichen Debatten den beiden ersten Kongresse der Gesellschaft die Besucher dieses dritten, besonders die Psychoanalytiker, auch nicht gerade sehr mversichtlich, sondern eher abwartend und reserviert stimmen, so waren es schließlich doch gerade zwei Momente, die dieser Tagung im Gegensätze zu ihren Vorgängerinnen ein freundlicheres Gepräge gaben: einmal die Wahl des Kongreßortes, Zurich, dem ein so reicher Anteil an der Entwicklung und Propagierung der genialen Forscherarbeit Freuds zukommt, sowie der Umstand, daß von Zarich drei interessante Themen zum Vortrage angemeldet waren, und zweitens-die Wahl Bleulers, des kundigen und erfolgreichen Vorkämpfers unserer Wissenschaft, zum ersten Vorsitzenden. Und unter diesen beiden freundlichen Auspizien segelte denn such der Kongreß so gut dahin, als es bei den so verschiedenartig zusammengesetzten Interesaenrichtangeit der Teilnehmer eben sein konnte.
Bleulers Vortrag über „Das Unbewußte“ eröffnete die Sitaung. Er führte etwa folgendes ans; Es gibt bestandig unbewußte Vorgänge in uns {Empfindungen resp. Wahrnehmungen, Überlegungen, Gefühle, Strebungon und Handlungen), die sich in allen Beziehungen verhalten wie die bewußten Funktionen, außer daß ihnen das „Bewußtwerden“ fehlt. Wir müssen sie ebensogut zur Psyche zahlen wie die bewußten. Wir nennen sie unbewußte Funktionen oder in ihrer Gesamtheit das Unbewußte. Die Existenz unbewußter psychischer Vorgänge in diesem Sinne können wir nicht direkt wahrnehmen, sondern nur erschließen. Das Dnbewußte ist nicht eine Einheit, die man der bewußten Psyche gegenüberstellen könnte, sondern es zerfällt in eine unbewußte Menge von Funktionen, die voneinander unabhängig sind, obschon es auch im Unbewußten Funktionskomplexo gibt, die durch logischen oder affektiven Zusammenhang in eine Einheit zusammengefaßt werden und einen wichtigen Trieb oder Affekt mit seinem intellektuellen Inhalt repräsentieren. Diese Komplexe bleiben deshalb