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Der Präsident der „Internat. Psychoanalyt. Vereinigung“ Dr. C. G. Jung (Zürich) hat im Herbst dieses Jahres eine Reihe von Vorträgen in New-York gehalten, die in der „New-York Times“ vom 29. September 1912 zum Teil wiedergegeben und sympathisch besprochen sind. Die Veröffentlichung dieser Vorträge in englischer und deutscher Sprache steht bevor.
Prof. Dr. Oskar Messmer in Rorschach (Schweiz) gibt in den „Berner Seminarblättern“ (VI. Jahrgang, Heft 12 bis inkl. 17, Sept./Dez. 1912) an Hand einer ausführlichen Darstellung der psychoanalytischen Lehre and Literatur eine sehr verständnisvolle und in warmem Ton gehaltene Würdigung der Psychoanalyse und ihrer allgemeinen Bedeutung, deren Lektüre aufs beste empfohlen werden kann.
Dr. Viktor Tausk (Wien) hält gegenwärtig eine Serie von 20 Vorträgen unter dem Titel „Theoretische und praktische Einführung in die Psychoanalyse“. Die Vorträge werden jeden Dienstag abends von 8-10 Uhr im „Institut für Therapie nervöser Gehstörungen“ des Herrn Dr. Karl Weiß, Wien, IV. Schwindgasse 14, abgehalten. Die Zahl der Zuhörer, die sich aus Ärzten und Studenten zusammensetzt, beträgt 40. Zum Schluß eines jeden Vortrages findet eine Diskussion statt.
Über „Sexualpädagogik und sexuelle Abstinenz“ sprach vergangenen Sommer Dr. Heinr. Körber (Berlin) im Rahmen der Vortragsabende des „Bundes für Mutterschutz“ (Ortsgruppe Berlin) mit eingehender Würdigung der psychoanalyt. Lehren. Dieser sowie der daran Schließende Vortrag (Dr. Marcuses) und die Diskussion sind gekürzt wiedergegeben in „Die neue Generation“, hg. v. Dr. Helene Stöcker, 8. Jahrgang, Juliheft 1912.
Prof. Albert Eulenburg gibt im Morgenblatt der Vossischen Zeitung vom 31. Oktober 1912 in einem „Zur Theorie nervös-seelischer Störungen“ überschriebenen Artikel auch eine kurze Darstellung der Freudschen Neurosenlehre, die er mit folgenden Worten schließt: „Es drängt mich daher, auszusprechen, daß, wie immer auch das Urteil im einzelnen sich gestalten möge, die Wissenschaft unter allen Umst