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J. Barbey d'Aureville hat in der Novelle „Don Juans schönstes Liebesabenteuer“ (ans „Die Teuflischen“) eine infantile Sexualtheorie zum Gegenstand genommen. Graf Ravila von Revilés (vergl. ravilir, schänden) erzählt von dem dreizehnjährigen Töchterchen einer Geliebten, das auf die Mutter eifersüchtig ihre Liebe für denselben Mann hinter Scheu und Trotz verbarg, eines Tages aber sich von demselben für geschwängert hält und zu verzweifeln droht. Der entsetzten. Mutter erzählt nun das Kind den Hergang: „Mutter, es war an einem Abend, Er saß auf dem großen Fauteuil am Kamin, der Causeuse gegenüber. Er blieb lange dort sitzen, dann stand er auf und ich, ich war so unglücklich, mich nach ihm auf den Fauteuil zu setzen, den er verlassen hatte. O! Mama!…… es war, als wäre ich ins Feuer gefallen. Ich wollte aufstehen, ich konnte nicht .. mir wurde ganz schwach ums Herz!.. und .. siehst du, Mama! … Da .. da fühlte ich .. was mir fehlte .. und daß ich da drinnen ein Kind habe!“
Dr. E. H.
K. P. Moritz macht in dem zur Goethezeit erschienenen, autobiographischen Roman „Anton Reiser“ folgende, viel Verständnis für den Harnreiztraum und die Psychogenese der Phobie verratende Bemerkung: „Es fällt daher auch wirklich in der Kindheit oft schwer, das Wachen vom Traume zu unterscheiden und ich erinnere mich, daß einer unserer größten, jetzt lebenden Philosophen, mir in dieser Rücksicht eine sehr merkwürdige Beobachtung aus den Jahren seiner Kindheit erzählt hat. Er war wegen einer gewissen bösen Angewohnheit, die bei Kindern sehr gewöhnlich ist, mit der Rute gezüchtigt worden. Es hatte ihm aber, wie es auch gewöhnlich ist, immer sehr lebhaft geträumt, er habe sich an die Wand gestellt und …. Wenn er sich nun manchmal bei Tage zu dem Ende wirklich an die Wand gestellt hatte, so fiel ihm die harte Züchtigung ein, die er so oft erlitten hatte — und er stand oft