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Ein Kollege erzählt mir mit auffällig affektiver Verwunderung folgenden Traum:
„Ich stehe in unserem Wohnzimmer vor dem großen Spiegel, um mir ein Wimmerl auszudrücken, das unterhalb des linken Auges auf der Wange sitzt. Meine Mutter steht hart neben mir, wie um mir teilnahmsvoll zuzusehen und zu assistieren. Ich beginne dann mit beiden Händen an dem Abszeß zu drücken und es kommt immer mehr und mehr von einer gelblichweißen, gelatineartigen Masse heraus, die sich aber von dem Herd nicht loslöst, sondern weit über die Wange (wie eine dünne Wurst) herunterhängt. Ich greife nach der Watte, die ich mir vorbereitet hatte, finde sie aber nicht gleich. Währenddessen ruft mir meine Mutter wie erschrocken zu, es sei ja mein Auge, das ich da ausgedrückt hätte. Und im selben Moment spüre ich auch, daß es mir in der Augenhöhle fehlt. Rasch entschlossen werfe ich mit einem kräftigen Ruck den Kopf zurück und schleudere so die ganze zusammenhängende Masse wieder in die Augenhöhle hinein. Unter Assistenz meiner Mutter probiere ich dann quasi, ob alles wieder paßt, indem ich die Augen bewege. Nach ein paar Bewegungen kommt tatsächlich die Pupille wieder zum Vorschein, und damit gewinnt das Auge wieder seine frühere Gestalt. Doch nach ein paar weiteren Bewegungen verschwindet sie wieder, ich habe die ängstliche Empfindung, daß doch nicht alles in Ordnung ist. Ich sehe im Traume meine beiden Augen übergroß und überdeutlich vor mir, doch obne Pupille (wie unfähig zum Sehen), nur mit einer schwarzen Scheibe, die das Weiße halb verdeckt (wie die Augen von Schlafpuppen). Während ich mich beeile, Messer, Schere und anderes (Instrumente) in ihr Futteral zu schieben, überlege ich, ob ich zuerst zu meinem Hausarzt gehen und ihn um Rat fragen soll oder zu meiner Geliebten und sie bitten, daß sie mich jetzt, wo ich nichts mehr sehe, nicht verlasse. Mit der angstvollen Empfindung, daß ich nun mein Augenlicht verloren habe, erwache ich und bemerke zu meinem Erstaunen, daß es eigentlich eine hefti