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Eine äußerst lichtvolle Darstellung der abnormen Charaktereigenschaften, die sich beim einzigen und Lieblingskinde infolge des Mangels an sozialer Erziehung wie sie in einer zahlreichen Familie von selbst zu stände kommt, entwickeln und für die ganze spätere Lebensführung bestimmend werden. Die diesbezüglichen Feststellungen Freuds, Jungs und Sadgers*) werden hier durch eine Reihe ausgezeichnet beobachteter Fälle bestätigt und ergänzt. Brill untersuchte seit 1908 vierhundert meist schon erwachsene „einzige oder Lieblingskinder“ und stellte fest, daß sie in der Kindheit meist sehr verzogen, durch ausschließlichen Verkehr mit Erwachsenen frühreif, unter Gleich-alterigen gelangweilt waren, später aber hochgradigen Egoismus und überaus große Empfindlichkeit an den Tag legten, die sie sozial unmöglich machten. Auf die geringste Verletzung ihrer Eitelkeit reagierten sie mit tiefer und anhaltender