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Lehrreicher Fall eines 28jährigen Mädchens, das an schwerer Neurasthenie mit Zwangs- und Angstimpulsen erkrankte. Aus der Vorgeschichte ist die Tatsache hervorzuheben, daß die Patientin von ihrem geistig abnormen Vater seit ihrer Kindheit sexuell mißbraucht wurde. Nach dem Tode des Vaters begannen die ängstlichen Depressionszustände und der Zwangsgedanke, sie müsse sich vergiften oder infizieren, um daran zu sterben. Sie setzte sich auch tatsächlich allen möglichen Infektionsarten aus, und man mußte sie vor jeder Drogue hüten, da sie wirklieh schon einige Selbstmordversuche mit giftigen Arzneien versuchte. „Physikalische“ Behandlung, Medikamente oder Versuch der „Reeducation“, ja die oft wiederholte hypnotische Beeinflussung blieben ohne dauernden Erfolg. Die Psychoanalyse, die etwa ein halbes Jahr in Anspruch nahm, klärte die Symptome als verkappte Äußerungen