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Dieses Bändchen wurde von einem Gelehrten geschrieben, der mit ganzem Herzen an die Berechtigung der psychologischen Auffassung des Wahnsinns glaubt. Obgleich für Laienkreise berechnet, kann es doch mit großem Nutzen
von jedem medizinisch Gebildeten, ja auch von den meisten Psychologen und Psychiatern gelesen werden. Der Verfasser verdankt seine Befähigung zur volkstümlichen Darstellung solcher Themen vor allem der ungewöhnlichen Klarheit und Genauigkeit seiner Ausdrucksweise. Die Aufzählung der Kapitel-Überschriften wird genügen, um das Gebiet, das der Autor behandelt, sowie den Gesichtspunkt, den er sich dazu gewählt hat, anzuzeigen: 1. Die Geschichte des Wahnsinns. 2. Die psychologische Auffassung des Wahnsinns. 3. Die Erscheinungsformen des Wahnsinns. 4. Dissoziation. 5. Komplexe. 6. Konflikt. 7. Verdrängung. 8. Die Äußerung der verdrängten Komplexe. 9. Projektion. 10. Die Vernunftlosigkeit des Irren. 11. Phantasie. 12. Die Bedeutung des Konfliktes. Hart anerkennt, wieviel er Freud, Janet und Jung verdankt, deren Werke er verständnisvoll aufgenommen hat. Das Thema der Sexualität wird sorgfältig in den Hintergrund geschoben und an die Stelle der Anschauung Freuds wird die von Trotter gesetzt, nach welchen der „Herdeninstinkt“ den bestimmenden Einfluß ausübt. Zwei, merkwürdige Unterlassungen müssen angemerkt werden, die an einem Leser und Kenner von Freuds Werken besonders auffallen: nämlich daß nichts über die ontogenetische Seite des psychischen Konflikts und über die Bedeutung der Kindheit für das Leben gesagt wird, ferner daß jeder Hinweis auf die weitreichende Ähnlichkeit zwischen den Phantasien, die der Geisteskrankheit zu Grunde liegen, und jenen der Mythologie, Religion und Folklore fehlt, obwohl dieser Gegenstand doch gewiß vorzüglich geeignet ist, das Interesse der Laien zu erregen. Trotzdem erfüllt das Buch im ganzen seine schätzenswerte Aufgabe, indem es den Leser zu einer rein psychologischen Betrachtungsweise anleitet und die logische Ordnung, mit