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Der Autor würdigt das Verdienst Freuds einen bedeutenden Antrieb zur Erforschung des abnormen Seelenlebens und damit indirekt der normalen psychischen Vorgänge gegeben zu haben. Wenngleich Freuds Endergebnisse wahrscheinlich übertrieben seien, so müsse doch alles darin übereinstimmen, daß seine Leistung erstaunlich reich, fruchtbar und von höchster Bedeutung sei. In bezog auf die sexuelle Ätiologie der Neurosen konstatiert der Autor, daß sicherlich „der Sexualinstinkt der ursprünglichste von allen bewußten Antrieben (movements) sein muß, da es biologisch unmöglich ist, sich irgend eine andere Funktion des Organismus vorzustellen, welche im Entwicklungsprozeß eine frühere Verbindung (accompaniment) mit einem bestimmten Bewußtsein gehabt haben könnte.“ Dennoch glaubt er, daß einige Freud sehe Deutungen von Fällen zu einem Teil der Kritik Angriffspunkte bieten. Er anerkennt den großen Wert der psychoanalytischen Behandlungsmethode, „unentbehrlich bei manchen von den Psychosen.“
Als eine der üauptquellen seiner Arbeit gibt der Autor, in belustigender Weise, einen „Dr. Ernest Hart“ an, was eine Mischperson zu sein scheint, gebildet aus den beiden Namen Ernest Jones und Bernard Hart, mit welchen zwei Psychoanalytikern der Autor, wie man aus inneren Gründen schließen möchte, bekannt ist.
Dr. M. D. Eder.