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Nahezu der ganze zweite Tag der Beratungen war der Psychoanalyse gewidmet.
Wie allgemein bereits das Interesse geworden ist, ersah man schon daraas, daß sowohl die Fach- als auch die Tagespresse bei diesem Anlasse der Psychoanalyse gewidmete Artikel gebracht hat. So im Ruch filozoficzny (Philosophische Zeitschrift in Lemberg) eine Arbeit von Blahowski, „Über das Bewußtseinsproblem bei Freud“, worin der Autor unter Anwendung und strenger Auseinanderhaltung der Begriffe: „Objekt und Inhalt des Bewußtseins“, die Ansichten Freuds aus logischen und psychologischen Gründen ablehnen zu müssen glaubt; aus logischen — weil Freud angeblich gegen das Identitätsprinzip verstoße, indem er denselben Objekten (i. e. den unbewußten Vorgängen, die doch nach ihm qualitätslos sind) in dem ad hoc hilfshypothetisch angenommenen Vorbewußten die Fähigkeit (somit eine Qualität) zuschreibe, bewußt zu werden. Die psychologischen Einwendungen aber drückt B. in nachstehender Alternative aus: Stellen wir uns auf den Standpunkt Freuds und sprechen dem Bewußtsein den Charakter eines Wahrnehmungsorgans zu, — so begehen wir einen krassen Fehler der Vermengung respektive Nichtunterscheidung zweier to to genere verschiedener Begriffe (Objekt und Inhalt); nehmen wir aber an, daß die psychischen Vorgänge Inhalt des Bewußtseins sind, so müssen wir ihm den Wahrnehmungscharakter absprechen.“ Der Autor betont jedoch, daß die Unrichtigkeit der Freudschen Bewußtseinshypothese keineswegs die Tatsachen tangiert, aus denen sie abgeleitet wurde.
Die Reihe der Vorträge wurde von Borowiecki (Krakau) eröffnet, der „Über die Psychoanalyse und ihre Kriterien“ sprach; als solche hob er besonders hervor die Gleichartigkeit der Deutungsergebnisse ganzer Reihen von psychischen Phänomenen bei Untersuchten, die Übereinstimmung verschiedener Forscher in der Analyse ein und desselben Phänomens usw.
Karpińska (Zakopane) sprach über „Die psychologischen Grundlagen der Psychoanalyse“, während Bandrowski (Lemberg) die Psychoanalyse