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Wir glauben eine Pflicht zu erfüllen, wenn wir das nachstehende von Prof. Hoche in Freiburg ausgehende Zirkular an dieser Stelle „niedriger hängen“.
„Freiburg i. B., den 1. Februar 1913.
Sehr geehrter Herr College!
Ich habe für die Jahresversammlung des Deutschen Vereins für Psychiatrie (im Mai in Breslau) zusammen mit Bleuler das Referat über den Wert der Psycho-Analyse übernommen. Es wäre mir u. A. von großer Wichtigkeit, über Art und Umfang der durch psychoanalytische Proceduren veranlaßten Schädigungen von Kranken ein sicheres Urteil zu gewinnen, und ich bitte Sie um die Freundlichkeit, wenn Sie über derartiges Tatsachenmaterial verfügen, mir davon in irgend einer Ihnen geeignet erscheinenden Weise Mitteilung zu machen. (Ich habe dabei weder genaue Zahlen noch eingehende Einzelkasuistik im Auge.)
Die Verwertung durch mich würde ohne Namensnennung und in einer solchen Weise erfolgen, daß sie etwaigen Diskussionsbemerkungen Ihrerseits in keiner Weise vorgriffe.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wenig angenehm derartige Umfragen empfunden werden, sehe aber zu meinem Bedauern keinen anderen Weg zur Gewinnung gerade dieses wichtigen Materials.
Mit dem Ausdruck meines verbindlichsten Dankes
bin ich Ihr ganz ergebener
Hoche.“
Wir werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Priorität dieser neuen wissenschaftlichen Technik Prof. Raimann in Wien gebührt.