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In einem fesselnden Aufsatz, an den der Titel dieser Arbeit den Leser erinnern wird, hat Jung bereits ausgeführt, welche Bedeutung die Persönlichkeit des Vaters für die Entwicklung des einzelnen haben kann, und jeder Psychoanalytiker muß diese Erfahrung bestätigen, da er sie an jedem neuen Fall, den er studiert, wiederholen muß. Doch scheint es mir, daß auch der Einfluß des Großvaters vielleicht eine größere Aufmerksamkeit verdient1), als ihm bisher entgegengebracht wurde, da auch von hier aus wertvolle Aufschlüsse für viele Charakterzüge und neurotische Reaktionen gewonnen werden können. Rank hat allerdings in seinen mythologischen Studien2) die Rolle, die der Großvater in der Phantasie spielen kann, zu wiederholten Malen aufgezeigt, aber der rein klinischen Seite des Gegenstandes wurde verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt.
Es ist wahrscheinlich, daß das Interesse, die Bewunderung und die Phantasien, die sich auf den Großvater beziehen, immer von einer ähnlichen Haltung abgeleitet sind, die früher dem Vater gegenüber eingenommen wurde, aber es gibt einige wichtige Punkte, in denen die Figur des Großvaters sich von anderen Wiederholungen der Vater-Imago unterscheidet. In erster Linie hat sie die Fähigkeit, viel älter als die anderen zu sein, da sie oft bis in die früheste Kindheit zurück geht. Besonders um die Zeit, wo der Knabe seinen „Familienroman“ (Freud) auszuspinnen beginnt und den wirklichen Vater abzuschütteln sucht, indem er ihn in seiner Phantasie durch eine befriedigende Figur (aus der in der zweiten großen Verdrängungsperiode, in der Pubertät, Gott wird) ersetzt, mag der Großvater als genehmer Stellvertreter sich darbieten. Wie seit