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„Der wichtigste Fortschritt, den die Psychologie in den nächsten Dezennien machen kann, wird in der Einfügung der Ergebnisse von der Tiefenforschung in das Gesamtgebiet der Psychologie bestehen, eine Einfügung der Art, daß diese Ergebnisse zu einem unabtrennbaren, keinem Zweifel und keiner Unterschätzung mehr ausgesetzten Bestandteile des psychischen Tatsachenraaterials
werden. Diese Einfügung darf sich nicht auf die Resultate der Psychoanalyse beschränken…..“ Löwenfeld unternimmt es, mit dieser Broschüre einen Ausgleich zu vermitteln zwischen der „allgemeinen Psychologie“ und der „Tiefenforschung“, deren Resultate er mit deutlicher persönlicher Würdigung zum ansehnlichen Teil der Psychoanalyse zugesteht. Es ist immerhin gut, daß ein Fachmann eine solche Aufgabe formuliert, trotzdem ich der Meinung bin, es handle sich hier nicht so sehr um eine Aufgabe, die eigens unternommen werden müßte, als vielmehr um ein noch nicht erreichtes Resultat, welches eines Tages einfach als Marke auf dem Weg stehen wird, den die Psychologie zurücklegen muß. Aber es scheint, daß Löwenfeld unserer Wissenschaft außerhalb seiner bewußten Absicht einen Dienst geleistet hat, der nicht unterschätzt werden darf: er hat die Bruchflächen umrissen, an denen einmal die „allgemeine“ und die „Tiefenpsychologie“ einander organisch zuwachsen sollen. Dies gelang ihm durch eine gute Auswahl der zugehörigen Literatur. Der Leser merkt an dieser klug entwickelten Zitatenkette, daß es eben nur noch eines ordentlichen Stückes Arbeit bedarf, um jeden Ausgleichs versuch überflüssig zu machen. Denn einem solchen ist entgegenzuhalten: so lange die Terminologie in der Seelenkunde zugleich der Ausdruck verschiedener Arbeitsmethoden ist, hat es wenig Nutzen, sich um die Durchführung einer einheitlichen Terminologie zu mühen. Der Terminus ist ja doch nur dann ganz zu verstehen, wenn alles hinzu verstanden wird, was der einzelne Forscher an Wissen und wissenschaftlicher Anschauung im Vorrat hatte. Ohne dieses blie