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Der Verfasser bespricht zunächst in rein deskriptiver Weise einige Besonderheiten des Traumlebens und wendet sich dann einer ausführlicheren Darstellung der Freud sehen Traumlehre zu (11 Seiten petit), weil sie „eine sehr wertvolle Vorarbeit darstellt: sie erleichtert uns den Nachweis der Verwandtschaft des Traumdenkens mit dem primitiven Denken (S. 51), den sich der, wie es scheint ehrgeizige, Verfasser zur Aufgabe gestellt hat und den er auch auf den letzten 15 Seiten seiner Broschüre geliefert zu haben glaubt, indem er darauf hinweist, daß der Traum mit dem Mythus, dem Zaubergiauben und gewissen religiösen Vorstellungen inhaltliche und formale Charakteristika gemeinsam habe, wie die Wunschmotive, den sexuellen Gehalt, die Symbolik u. a. Zwar zitiert der Autor, „um seine kleine Schrift nicht unnütz mit einem Autorenregister zu beschweren“ in einer Vorbemerkung „von modernen Autoren, namentlich Freud und dessen Schule — Riklin, Abraham —“, aber es hätte doch weder ihm entgehen, noch seinen Lesern vorenthalten werden dürfen, daß sowohl diese Autoren selbst, wie zahlreiche andere Vertreter der psychoanalytischen Schule den Nachweis der Verwandtschaft des Traumdenkens mit dem primitiven Denken an Hand umfassender Detailuntersuchungen bereits in einem Ausmaße und mit einem Grad von Sicherheit erbracht haben, die über das vom Autor Gebotene weit hinausgehen.
Abgesehen davon sind dem Autor bei der Wiedergabe und kritischen Würdigung der Freudschen Ideen einige kleine Mißverständnisse unterlaufen; bei „Richtigstellung dessen, was unserer Ansicht nach an ihnen richtig zu stellen ist“ (S. 40), glaubt der Verfasser der fast ausschließlichen Wirksamkeit ins Unbewußte verdrängter sexueller Motive bei der Traumbildung nicht ohne weiteres zustimmen zu können — was auch Freuds Meinung ist, der in der „Traumdeutung“ (3. Aufl., S. 205) sagt: „Man darf bei der Traumdeutung diese Bedeutung sexueller Komplexe niemals vergessen, darf sie natürlich auch nicht zur Ausschließlichkeit übert