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Der als Sexologe bekannte Verfasser beleuchtet in seinem groß angelegten Werke die Blutsverwandtschaft im ganzen Reiche der belebten Natur, also bei Pflanze, Tier und Mensch und versucht ihre Folgen sexualbiologisch zu erklären, indem er die Gesetze der der Inzucht entgegen arbeitenden Naturerscheinungen, wie die der Degeneration und Regeneration im allgemeinen heranzieht. Ferner enthält die Arbeit eine kurze Skizze der Inzucht als Kulturentwicklungsfaktor im Werdegang der alten Kulturvölker — nebst Hinweisen auf heute noch bestehende sporadische Inzucht in kleinen Gemeinden — und endlich in einem juristischen Teil die Stellung, welche die Gesetzgebung der Kulturvölker zur Blutsverwandtschaft und dem Inzest eingenommen hat.
Der Autor führt aus, daß „das Inzuchtsprinzip im gesamten Tierreich in der phylogenetischen Entwicklung ein Naturgesetz, eine Naturnotwendigkeit zur weiteren Entwicklung der Lebewesen, zur Höherzüchtung bis zur Menschwerdung“ war. Auf der anderen Seite aber führe die Inzucht durch viele Generationen ohne Vermischung fortgesetzt, zur Degeneration. „Auf einige Zeit bestehender Inzucht mit darauf folgender Vermischung beruht das Geheimnis der physischen und geistigen Entwicklung aller heute bestehenden lebenden Geschlechter“ (S. 14).
Sehr interessant sind die Ausführungen über Inzuchtverhältnisse einerseits, ihre oft raffinierte Verhütung anderseits im Pflanzenreich, woraus Verfasser die