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„… C'est donc un devoir moral de l'homme de science de s'exposer à commettre des erreurs et à subir des critiques, pour que la science avance toujours …“ Indem Jung diese mutigen Worte Ferreros als Leitmotiv an die Spitze seines großangelegten Werkes stellt, ermutigt er auch den Kritiker, sein Amt ernst zu nehmen. Man könnte sich die kritische Arbeit leicht und angenehm machen, wollte man sein Augenmerk auf die zahlreichen Vorzüge dieser Untersuchung richten. Mit ungeheurem Fleiß und nie erlahmender Begeisterung durchwanderte der Autor fast sämtliche Gebiete menschlichen Wissens, der Naturforschung sowohl als der Geisteswissenschaften, und sammelte so die Bausteine, aus denen er dann den imposanten Bau einer neuen Weltanschauung zu errichten suchte. Aber nicht nur die Menge des Wissens blendet hier das Auge des Lesers, auch die findige, scharfsinnige Art, in der der Autor das wissenschaftliche Material zu Stützpfeilern seiner Theorien verarbeitet, ist anerkennenswert. Doch dies alles wie auch der ganz individuelle Stil des Werkes sind Vorzüge, auf deren detaillierte Würdigung wir hier verzichten müssen. Der Psychoanalytiker, den das Gewaltige und Neue seines eigenen Spezialfaches ganz gefangennimmt, kann sich nicht die Mühe nehmen, allen den zerstreuten Quellen nachzuforschen und sie zu untersuchen, aus denen der Autor seine biologischen, philologischen, theologischen, mythologischen und philosophischen Argumente geschöpft hat. Diese Arbeit muß anderen, dazu Berufeneren überlassen werden. Wir wollen diese Arbeit ausschließlich vom Standpunkte des Psychoanalytikers beurteilen und hauptsächlich bei den Behauptungen länger verweilen, die unseren bisherigen analytischen Anschauungsweisen neuere, bessere entgegenstellen wollen. Ob wir dabei in unserem Bestreben, das gute Alte nicht dem Neuen — nur weil es neu ist — zu opfern, nicht zu weit gehen, d. h. ob wir uns nicht desselben starren Konservativismus schuldig machen, den wir bisher unseren prinzipiellen Gegnern zum Vo