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Die Bemerkungen Dr. Beaurains1) über die Wege, auf denen das Kind zur Bildung der ersten Allgemeinbegriffe gelangt, kann jeder, der die geistige Entwicklung des Kindes unmittelbar oder durch Vermittlung der Eltern mit psychologisch geschärftem Blicke zu verfolgen Gelegenheit hat, vollauf bestätigen. Es unterliegt keinem Zweifel, daß das Kind (wie das Unbewußte) zwei Dinge auf Grund der geringsten Ähnlichkeit identifiziert, Affekte vom einen auf das andere mit Leichtigkeit verschiebt und beide mit demselben Namen belegt. Ein solcher Name ist also der hochverdichtete Repräsentant einer großen Anzahl von grundverschiedenen, aber irgendwie (wenn auch noch so entfernt) ähnlichen und daher identifizierten Einzeldingen. Die Progression in der Realitätserkenntnis (der Intelligenz) äußert sich dann beim Kinde in der fortschreitenden Auflösung solcher Verdichtungsprodukte in ihre Elemente, im Erlernen der Unterscheidung der in einer Hinsicht ähnlichen aber sonst verschiedenen Dinge von einander. Diesen Vorgang haben schon viele richtig erfaßt und beschrieben; die diesbezüglichen Mitteilungen Silbe rers und Beaurains brachten dazu weitere Bestätigungen und vertieften die Einsicht in die Einzelheiten dieses geistigen Entwicklungsprozesses.
Alle diese Autoren sehen in der infantilen Unzulänglichkeit des Unterscheidungsvermögens die Hauptbedingung für das Zustandekommen der onto- und phylogenetischen Vorstufen der Erkenntnisvorgänge.
Einen Einwand möchte ich hier nur gegen die Benennung aller dieser Erkenntnis-Vorstufen mit dem Worte „Symbol“ erheben; auch Gleichnisse, Allegorien, Metaphern, Anspielungen, Parabeln, Embleme, indirekte Darstellungen jeder Art können im gewissen Sinne als Produkte solcher unscharfer Distinktionen und Definitionen aufgefaßt werden und doch sind sie — in psychoanalytischem Sinne — keine Symbole. Symbole im Sinne der Psychoanalyse sind nur solche Dinge (resp. Vorstellungen),