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Wenn für schon längst bekannte Symbolismen neuerdings Beispiele mit geteilt werden, so kann die Publikation nur durch die besondere Beweiskraft der Fälle gerechtfertigt werden. Ich glaube, daß die beiden folgenden Beiträge zur Wind- und Schußwaffensymbolik diese Entschuldigung für sich in Anspruch nehmen dürfen.
Mein Sohn, stud, med., der sein großes Interesse für die psychoanalytische Wissenschaft vorläufig nur durch eifriges Forschen nach Material aus dem Alltagleben betätigen kann, teilte mir unlängst in einem Briefe zwei Aussprüche einer jungen Dame mit, die ich am besten mit den Worten meines filius wiedergebe, Er schrieb mir: „Als ich mit ihr au einem sehr stürmischen Tag spazieren ging, kamen wir auf eine Wiese, über die der Wind besonders stark hinblies. Da streckte sie sich ihm entgegen, breitete die Anne aus und sagte: „Ah, der Wind ist herrlich, wunderbar! Auf den mußt du eifersüchtig sein!“
„Zweitens: Ich wollte vor ihr mit meiner Pistole protzen, zeigte sie ihr, und, da sich der erwartete Beifall nicht einstellte, sagte ich selbst, wie schön sie sei und wie leistungsfähig (— eben jetzt fällt mir erst ein, was ich eigentlich damit gezeigt und gelobt habe! —), sie aber sagte verächtlich: „Ich weiß nicht, was daran schönes sein soll; ich finde sie im Gegenteil ekelhaft und unappetitlich.“
Ich denke, derart naiv-eindeutige Aussprüche müßten wohl auch den Ungläubigsten zur Anerkennung der Symbolik zwingen.