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Traumstück: „Ich bin im Theater, gehe nicht mit den anderen Zuschauern hinaus, sondern schlafe dann ein. Ich erwache und bemerke das stets erst, wenn die Mädchen das Theater reinigen. Ich schäme mich dann so sehr, sie sehen alle lachend zu mir hin, und ich suche mich hinauszuschleichen.“
Zur Vorgeschichte: Die Patientin leidet an hysterischen Krämpfen seit ungefähr dem 20. Jahr. Im Alter von ungefähr 30 Jahren hatte sie im Anschluß au ein Wochenbett (nicht im Wochenbett) Krämpfe, die sich von den anderen durch kurze Dauer, Bewußtseinverlust, Urinabgung und Zungenbiß unterschieden; diese Krämpfe wurden damals von den Ärzten für epileptische erklärt. Es sind deren in größeren Intervallen vielleicht drei vorgekommen, seit mehr als zehn Jahren keiner mehr, während die hysterischen Krämpfe nicht aufgehört haben.
Zur Analyse: Die Patientin hatte anfänglich gar keine Einfülle; als einzige Beziehung zur Wirklichkeit erzählte sie, die Theater würden doch jedesmal nach den Vorstellungen gekehrt und das müsse sie vielleicht einmal gesehen haben. Geschlafen habe sie nie im Theater, aber sie habe einmal in einem Lustspiel einen Anfall bekommen, so daß es ihr unmöglich gewesen sei, zu sprechen oder zu lachen; sie habe mit unbeweglichem Gesicht dasitzen müssen, trotzdem sie brennend gern gelacht hätte. Ich bezweifelte, daß sie, die doch fast nur in großen Städten das Theater besucht habe, jemals habe beobachten können, daß nach der Vorstellung die Mädchen das Theater reinigten. Sie meinte darauf gedankenvoll: „es waren meine Mädchen, die mit Besen usw. hereinkamen.“ Damit gab sie mir den Schlüssel zur Bedeutung