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Man kennt Havelock Ellis von seinen sexualpsychologischen Schriften her als einen Forscher, der große Belesenheit in mehreren Sprachen vereint mit einer selten zu findenden Objektivität und Urteilsreife in Sachen des Geschlechtstriebs. In „Geschlecht und Gesellschaft“ versuchte er eine Soziologie des Sexualtriebes, um dann in dem jetzt vorliegenden Bande als Sozialreformer und Eugeniker hervorzutreten. Wie weit er den Kreis seiner Erörterungen spannt, lehrt eine kurze Inhaltsangabe. Die zwölf Kapitel dieses Buches behandeln nicht bloß die Stellung der Frau, die Bedeutung der sinkenden Geburtenziffer, Rassenhygiene und Liebe, Sexualhygiene in der Erziehung, die Religion und die Erziehung des Kindes, sondern auch die Hebung der Sittlichkeit durch Sittengesetze, das Problem einer internationalen Sprache und den Kampf gegen den Krieg, zu welchen Kapiteln Hans Kurella noch aus Eigenem beisteuerte: Die Wohnung als Milieu- und als Selektionsfaktor.