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Die unter Bleulers Vorsitz tagende zweite Versammlung hatte auch einige psychoanalytische Themen auf dem Programm.
In seinem programmatischen Eröffnungsvortrag betonte Prof. Bleuler die Notwendigkeit einer gründlichen und systematischen psychologischen Ausbildung der Mediziner und empfahl zu diesem Zwecke die Errichtung besonderer Lehrkanzeln und Kollegien für mediz. Psychologie oder psycholog. Medizin, ein Vorschlag, dessen praktische Durchführbarkeit von mehreren Diskussionsrednern in Zweifel gezogen wurde.
Eine Diskussion über Verdrängung und Konversion wurde eingeleitet von L. Frank, Zürich, der eine terminologische Klärung der beiden Begriffe anstrebte. Nachdem er den ursprünglichen Begriff der absichtlichen Verdräugung erwähnt hatte, stellte er die irrige und von keinem Diskussionsredner korrigierte Behauptung auf, „daß sich schließlich der Begriff der Verdrängung lediglich mit der Verdrängung sexuell botonter Vorstellungen deckte“.
„Die so verdrängten Affekte, nahm man au, können unterbewußt aufgespeichert und dann zur Neubesetzung früher erlebter körperlicher krankhafter Zustände benützt werden. Diese Neubesetzung wurde mit dem Ausdruck der Konversion ins Körperliche bezeichnet“.
Redner wies sodann auf die Unklarheiten und Schwierigkeiten in der Lehre von den Affekten hin und schlug zur vorläufigen Verständigung die in der Diskussion bemängelte Formel vor: „Affekte sind psychische Vorgänge, bei denen uns Gefühle bewußt worden“.
Im weiteren Verlaufe trug Frank eine Hypothese von der Akkumulierung der Affekte vor, wobei der Soxualaffekt die Hauptquelle liefere, aber andere Affekte nicht ausgeschlossen wären.
„So können wir eine Reihe von psychoneurotischen Zuständen, von den einfachsten Angstzuständen bis zu den kompliziertesten Zwangsneurosen nur dann verstehen — und ihre Heilung bringt uns den Schlüssel zum Verständnis — wenn wir annehmen, daß die in vielen Fällen niemals bewußt gewordene Libido akkumuliert wurde und die treibende Kraft für die pathologischen Ersc