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In einem Fragment des Kirchenvaters Hippolytos (Kleine exeg. Schriften ed. H. Achelts, Bd. I, Abt. 5, S. 94 der Serie griech.-christl. Schriftsteller, hg. v. d. kgl. preuß. Akad. d. Wiss.), das uns arabisch in einer sog. Catene (in einer Münchner Hs. Monac. arab. 235) überliefert ist, wird die bekannte Stelle Genesis 38, 9 fg., von der ein sexueller Abusus seinen populären Kamen hat, ausführlich paraphrasiert. Nachdem der Kirchenvater den zur Vereitlung des Zweckes der Leviratsehe von jenem Bibelhetden geübten coitus interruptus genau geschildert hat, führt er fort „Darum zürnte Gott dem Onan und tötete ihn durch Angst.“
Nach diesem Zeugnis hätte schon die antike — bezw. wenn das Hippolytos-fragment unecht sein sollte — die mittelalterliche syrisch-arabische Medizin die Ansicht vom Zusammenhang der Angstneurose mit dem coitus interruptus auf rein empirischer Grundlage gewonnen und vertreten.
Dr. Robert Eisler.