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Der Patient, über dessen wiederholt goträumten Kinderangsttraum ich in Heft 5 dieser Zeitschrift berichtet habe, suchte mich wegen einer bedeutungslosen Krankheit vor kurzem auf, und erzählte bei dieser Gelegenheit einen Traum, der unsere seinerzeitige Deutung, „des feurigen Balles mit Glutausstrahlungen“ in früheren Träumen — als das Haupt des geliebten und gefürchteten Vaters bestätigt, seine unbewußte Einstellung gegen den längst verstorbenen Vater klar macht und den Ödipuskomplex wirksam zeigt. Der Traum wurde kurz nach der Übersiedlung aus der früheren Wohnung, in der sich die Jugend des Patienten abgespielt hatte, geträumt, und knüpft an die durch den Tod des Vaters und Wegheiraten der Geschwister eingetretene Situation (Zusammenleben mit der Mutter) an. Er lautet:
„Ich liege in unserer neuen Wohnung zu Bette, habe die Empfindung, daß im Stockwerk unter uns mein Vater aufgebahrt ist und ich hinunter müsse, um nachzusehen, weil etwas nicht in Ordnung ist. Ich komme hinunter in das Speisezimmer, welches schwarz ausspaliert ist. In der Mitte steht eine Bahre mit Vaters Sarg. Näherkommend sehe ich, daß der offen liegenden Leiche der Kopf fehlt. Daun sehe ich einen Totenschädel in magischer Beleuchtung in der Zimmerecke lehnen und erkenne ihn als Kopf meines Vaters. Ich bin über die Unordnung geärgert, trage den Kopf an seine Stelle im Sarg und gehe in mein Zimmer zurück. Einige Minuten spätor empfinde ich dieselbe Unruhe, gehe wieder hinunter, finde den Schädel wieder in der Ecke und lege ihn neuerlich an seinen Platz. Dies wiederholt sich ein drittesmal, aber ich stürze mich nun auf den Schädel (wie wenn es ein Geist wäre), nehme den Schädel und fühle ihn in den Händen, aber er zergeh tin der Laft. Ich entsetze mich jetzt (früher war keine Angst!) und laufe ins Schlafzimmer der Mutter, um sie hereinzurufen. Ich finde sie schlafend in ihrem hellen weißen Bett (Gegensatz zu dem düsteren Vater); sie hält all ihren Schmuck in den Händen. Ich wecke sie auf, sie erwacht