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wird in Charles de Costers „Uilenspiegel“ (Kapitel XXVIII) folgendermaßen dargestellt:
„In dieser Zeit weigerte sich Gent, die edle Stadt, ihren Anteil an den Hilfsgehlern zu zahlen, die ihr Sohn Karl, der Kaiser, forderte. Sie konnte es nicht, weil sie, durch Karl selbst, vom Gelde entblößt war. Das war ein schweres Verbrechen; er beschloß, sie in höchsteigener Person zu züchtigen. Denn der Stock des Sohnes ist dem Rücken der Mutter schmerzlicher als der Stock jedes andern …
Trotzdem hätte noch Gent seinen Sohn samt seinen viertausend Pferden zu Brei schlagen hönnen; aber es liebte ihn … Auch Karl liebte die Stadt, aber wegen des Geldes, das sie hatte in ihren Kisten und wovon er noch haben wollte …..
Gent wurde schuldig erklärt der kostspieligsten Verbrechen, die da sind: Treulosigkeit, Bruch der Verträge, Ungehorsam, Aufruhr, Empörung und Majestätsbeleidigung. Der Kaiser erklärte für aufgehoben alle Privilegien ….
Er ließ die Abtei von St. Baafs niederreißen, um dort eine Zitadelle zu errichten, die es ihm gestattete, die Brust seiner Mutter mit Kugeln zu durchbohren. Als guter Sohn auf eine rasche Erbschaft erpicht, beschlagnahmte er alles Vermögen von Gent ….. Da er die Stadt zu gut befestigt fand, ließ er … viele Tore, wie Kleinode aus Stein gemeißelt und goschnitzt, abbrechen.
Wenn nun Fremde nach Gent kamen, sprachen sie untereinander: Diese tote und trostlose Stadt soll Gent sein, von der man uns Wunder gesagt hat? Und die von Gent antworteten: Kaiser Karl hat der Stadt ihren köstlichen Gürtel genommen. Und dies sagten sie voll Scham und Zorn ….
Die Stadt hatte ihm bei mancherlei Anlässen ihre Liebe bewiesen und ihm geholfen; er aber durchbohrte ihre Brust mit dem Dolche, um nach Blut zu suchen, wo er zu wenig Milch gefunden hatte.
Dann besah er sich Roelandt, die schöne Glocke, und ließ an ihren Klöppel den Mann hängen, der Alarm geschlagen hatte, um die Stadt zur Verteidigung ihres Rechtes zu rufen. Er hatte kein Erbarmen mit Roelandt, der Zunge seiner Mutter, d