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In diesem kritischen Referate — dessen Leitsätze wir bereits auf Seite 411 des vorigen Jahrgangs dieser Zeitschrift abgedruckt haben — überrascht uns Prof. Bleuler mit einer Auffassung der wichtigsten Ergebnisse der Psychoanalyse, die mit seiuen früheren kritischen Äußerungen über dasselbe Thema nicht in Einklang zu bringen sind. Der Autor scheint das selbst zu fühlen, da er der eigentlichen Besprechung folgende Bemerkung vorausschickt: „Meine frühere Besprechung (Die Psychoanalyse Freuds, Verteidigung undkritische Besprechung, Jahrbuch für psychoanalytische und psychopathologische Forschungen, II. Bd.) hat mehr das Positive herausgehoben. Diese Arbeit bildet eine Ergänzung dazu, muß also naturgemäß das Negative stärker betonen. Zu der letzteren Taktik veranlaßt mich auch der Umstand, daß in der Zwischenzeit keine einzige der Anschauungen, die mir damals als möglich, ahor unbewiesen erschienen sind, besser fundiert worden ist, wobei ich aber ausdrücklich hervorbeben muß, daß ich keinen Grund gefunden habe, von dein, was ich damals angenommen, auch nur Kleinigkeiten zu modifizieren; die weiteren Erfahrungen haben mir keine Widerspruche, sondern nur Bestätigungen gebracht; neue Einwendungen von anderon habe ich nicht gehört.“
Diese Argumente sprechen meiner Ansicht nach nicht für, sondern gogon die „Taktik“ des Autors, Hat er nämlich seit dein Erscheinen der ersten, verteidigenden Schrift nichts von der Psychoanalyse gelernt, was seine Ansicht über diese Methode in gutem oder im schlechten Sinne hätte ändern können, so wäre logischerweise seine Pflicht gewesen, die frühere Kritik auch in Breslau einfach zu wiederholen. Da er es nicht tat, sondern nach der protegierenden nun mit einer abweisenden Besprechung hervortritt, und da wir in seinen einzelnen Argunienten keine Erklärung für dieses Vorgehen finden, so sind wir gezwungen, selbst nach dessen Erklärung zu fahnden.
Eine dieser Erklärungen wäre, daß Prof. Bleuler seine frühere Verteidigung nicht auf Grund wirklicher Ü