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Die Forschungsergebnisse von Abderhalden, welche zeigen, daß der tierische Organismus das Eindringen körperfremder Stoffe mit Mobilisierung spezifischer, im Blut nachweisbarer Fermente beantwortet, gestatteten den Autoren beim Kaninchen den Nachweis zu erbringen, daß das Weibchen post cohabitationem ein spezitisch auf Hodensubstanz eingestelltes Ferment bildet. Durch den Begattungsakt findet also eine materielle Beeinflussung des weiblichen Individuums statt, indem eine dem femininen Organismus sonst fehlende Substanzen resorbiert wird. Vorausgesetzt, daß die am Tier gewonnenen Beobachtungen auch auf das Weib übertragen werden dürfen, gibt die substanzielle Änderung des weiblichen Organismus durch den ihm Sperma einverleibenden Koitus, Anhaltspunkte zum Verständnis vieler Erscheinungen im Leben des Weibes, welche bisher nur mit Zuhilfenahme psychischer Vorgänge — wie die Autoren meinen: „notdürftig“ — gedeutet wurden.
Dr. E. Hitschmann.