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Dieses Rändchen von SI Seiten ist der Wiederabdruck eines Aufsatzes, der im Mai 1911, von der Harvard Universität mit einem Preise ausgezeichnet wurde. Der Inhalt ist in Kürze der folgende:
Zwei Vorstellungen übten besonderen Einfluß zur Zeit, wo der Sageninhalt der griechischen Tragödie Gestalt annahm, nämlich 1. der Glaubenssatz vom Neid der Götter; es schien natürlich, dull sie don Mächtigen und vom Geschick Begünstigten mit Unheil überhäuften, zum Zeichen, daß sie den Menschen Macht und Glück nicht in einem mit don ihrigen vergleichbaren Ausmaße gönnen wollten. (Einen Howes dafür, wie diese Vorstellung fortdauert, lieferten die religiösen Kreise durch ihre Haltung anläßlich der „Titanic“-Katastrophe, als des schönste und sicherste Schiff auf so tragische Weise verloren ging; muu fühlte, dies sei eine Bestrafung für die Anmaßung des Menschen und eine Mahnung an seine Hinfälligkeit vor Gottes Antlitz. Ref.) 2. Die Annahme eines Fluches, der auf einer ganzen Familie ruht, sich vom Vater auf den Sohn vererbt und in jeder Generation neue Greuel und Bluttaten erzeugt.
Die Ausschreitung des Helden muß groß sein, um den Untergang, der daraus folgt, zu begründen, und klein, um die Sympathie der Zuschauer zu erhalten. Die einzige Lösung für dieses Dilemma bestand darin, die verpönte Tat objektiv groß, aber subjektiv geringfügig zu machen (weil sie ohne Absicht begangen wurde), wie beim Verbrechen des Ödipus, Eine andere Art der Behandlung ist die Gegenüborstellung zweier sich bekämpfender Ansprüche oder Regungen, wie etwa Mitleid und Treue. Chandler erzählt dann kurz den Inhalt der Tragödie des Sophokles und wondet sich dem Problem zu, warum die Tragödie überhaupt nuf uns wirke. Kr gibt zunächst eine allgemeine Darstellung der Psychologie Freuds, doch so, daß sie von einer sehr beiläufigen Kenntnis des Gegenstandes herrühren könnte. Er spricht von Unterdrückung statt von Verdrängung, vom Unterbewußtem statt vom Unbewußten, erörtert die alte, kathartische Behandlung der Hyst