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Als eine Ergänzung von Otto Ranks Buch, das die allgemein menschliche Seite des Inzests betont, sei hier der neue Roman des ausgezeichneten Kenners und Schilderers der französischen Baueruseele dargestellt. Wie sehr das kaum 90 Seiten starke Buch den Psychoanalytiker interessieren muß, mag aus einer Inhaltsangabe hervorgehen, deren Bemühen ist, den Ton des Werkes möglichst treu wiederzugaben und wohl auch einige Proben des Dialekts zu zitieren.
Seit zwanzig Jahren sind sie dem Bauer Massé alle verfallen, die braunen und blonden Mägde, die kleinen und großen, die magern und dicken, und nur wenn er die häßlichen nahm, zankte er: „Das kost' Mut! …“ Er tat es doch in fünf Minuten — und nach ein paar Monaten schickte man die Magd fort, weil sie bei Nacht den Hühnerstall offen gelassen hatte …
Dann holt er in einer kleinen Kutsche die „Neue“; Mutter Massé zerrt mit ihr, Vater Massé ist freundlich und blickt ihr bei der Arbeit auf die gespannten Muskeln, lernt ihren Körper auswendig, der ihm dann irgendwo, zu irgend einer Nacht- oder Tageszeit, auch wohl inmitten aufhorchender anderer Weiber verfällt, die das gleiche erlebt haben.
Doch immer schwieriger findet sich die Neue. Ein ganzer Monat verstreicht ohne Magd, die Tochter Hortense muß im Haushalt helfen, und für sie geht die Alte zur Ernte. Dem. Bauern ist Hortense die Neue: „Heb' meine Pfeife auf!“ Sie bückt sich und sieht nicht des Vaters glänzende Augen und sein Wolfslächeln, das breit die Zähne bloßlegt. Draußen laden sie Heu auf, in der Scheune gießt Massé den Apfelwein durch die vertrocknete Gurgel und läßt die Sechzehnjährige mittrinken. Dann reicht sie die Bündel hinauf und unter grobem Hemd spannen sich junge Sehnen. Und beide lachen, sich