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Der Autor bespricht in drei Abschnitten, denen eine kurze „biographische Skizze“ vorangeht, „die Krankheitszustände“, „die Veranlagung“ und „die Werke“ des Dichters mit besonderer Berücksichtigung des Pathologischen.
Wir erfahren, daß Ludwig nicht nur an schweren organischen Krankheiten (Gallensteine, Rheumatismus, Herzbeutelentzündung usw.) gelitten hat, sondern auch ein „neuropathisches Kind“ gewesen ist und Konvulsionserscheinungen psychogener Natur, Verstimmungszustände und andere nervöse Symptome zeitlebens gezeigt habe, die seine organischen Leiden oft überlagerten und vom Autor mit Sadger als Ausfluß einer ererbten nervösen Konstitution (Hereditarier) angesehen werden.
Ludwig selbst datiert den Beginn seiner — schon in der Kindheit nachweisbaren — nervösen Erkrankung mit dem Endo des zweiten Lebens-jahrzehnts und bringt sie mit der Überarbeitung in Zusammenhang, der er damals als Handlungsgehilfe im Geschäfte seines Oheims, dem Ludwigs verwitwete Mutter den Haushalt führte, ausgesetzt war.
Der Autor empfindet zwar das Unzutreffende dieser Motivierung, übersieht al er in seinem Eifer, eine ähnlich unbefriedigende an ihre Stelle zu setzen, die bedeutsamen Fingerzeige, die sich in seiner Darstellung dieser Krise finden. „Er war damals nach dem Erkranken der Mutter von dem Gymnasium in Hildburghausen …. nach Eisfeld zurückgekehrt …. Als dann die Mutter gestorben war und er nach Saalfeld auf Schule ging, ist die „Nervenschwäche“ das erste Mal mit größerer Intensität aufgetreten.. „. (S. 9). Derartige neurotische Erkrankungen beim Tode eines Elternteiles sind dem Psychoanalytiker aus unzähligen Erfahrungen verständlich geworden. Ein dem vorliegenden auffällig ähnliches Beispiel bietet die Kinderneurose Fouqué's beim Tode der geliebten Mutter, wie sie der Dichter in seiner Selbstbiographie (Halle, ) beschrieben hat.
Zur Charakterisierung der eigenartigen dichterischen Persönlichkeit Ludwigs und der besonderen Art seines Schaffens werden die bekannten Selbstbekenntn