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Lombard versucht, in dieser Arbeit Freuds Verdienste um die Psychologie und Medizin seinen französischen Lesern darzustellen. Er weist darauf hin, daß das Interesse für die Psychoanalyse in Frankreich im Steigen begriffen ist, wie man aus den zahlreicher werdenden französischen Arbeiten ersieht. Er erkennt auch die theoretische Differenz, welche die Züricher Schule von der „Orthodoxie viennoise“ — merkwürdiger Ausdruck! — scheidet. Ein Psychoanalytiker der Züricher Schule hat dem Autor einen Bericht über das Ergebnis des Münchner Kongresses gesandt, in welchem es wörtlich heißt: „Der Zwiespalt zwischen Zürich und Wien ist vollkommen, so vollkommen, als er nur zwischen Materialisten und Idealisten sein kann, denn es handelt sich nm einen Kampf um die Weltanschauung“. Es braucht nicht hervorgehoben zu werden, eine wie schiefe Auffassung vom Wesen der Psychoanalyse der Absender des Briefes verrät. Man glaubt es Lombard, daß es ihm schwer fällt, sich inmitten der Meinungen zu orientieren.
Lombard verspricht indessen, hauptsächlich Freuds wissenschaftliche Lehre nach ihrer Entwicklung darzustellen. Diese Darstellung selbst zeichnet sich durch großes Verständnis für die so schwierigen Probleme der Psychoanalyse, sowie durch Klarheit der Diktion aus, Sie zeigt die Punkte, wo Freuds Lehre an die Charcots anknüpfen konnte und gibt viele Beispiele aus der ersten Epoche der neuen Wissenschaft wieder. Der Autor verfolgt nun die weitere Entwicklung der psychoanalytischen Technik, die er ziemlich zutreffend schildert. Seine Ausführungen über den Traum sind allerdings im Verhältnis zu seiner Behandlung der diagnostischen Assoziatiousstudien dürftig. Nun gibt er die hauptsächlichsten Einwendungen, welche von den Kritikern gegen die Psychoanalyse gemacht wurden, wieder und zeigt ihre Hinfälligkeit durch gewichtige Argumente, namentlich durch den Hinweis auf allgemein anerkannte wissenschaftliche Methoden der Medizin und Psychologie. Er fährt fort: „Wenn man dies gesagt hat, muß man w