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„Der Verfasser ist Herrn Professor Karl Jung für die Liebenswürdigkeit, mit der er diesen Aufsatz durchgesehen hat, zu Dank verpflichtet,“ Aus dieser Fußnote als Ausgangspunkt laßt sich die Absicht des Artikels unschwer erraten. Für die Leser der Zeitschrift enthält er nichts Neues. Der Autor bringt nichts aus eigener Erfahrung bei, um die von ihm geschilderten Theorien zu belegen. Man liest deshalb nicht ohne Überraschung die nachfolgenden kühnen Behauptungen: „Die Technik der Psychoanalyse fordert ein Verständnis der Zwecke der Methode und muß, wenn sie im Sinne der neuesten1) Ideen Jungs ausgeführt wird, auch die Empfindlichkeit des reserviertesten Menschen nicht verletzen.“
„Die Psychoanalyse in ihrem jetzigen Lichte hat also keine zerstörende, rein analytische Absicht; sie ist eher aufbauend, da sie sich bemüht, die natürlichen Kräfte des Individuums einer Synthese zuzuführen, indem sie ihn anleitet und befähigt, sich selbst zu finden; ihn in eine Bahn zu führen, die ihm eine natürliche Äußerung seiner schöpferischen Fähigkeit oder Energie oder Libido ermöglicht.“
Es muß festgestellt werden, daß der, der diese Behauptungen niederschrieb, nie vorher das leiseste Interesse für Psychoanalyse gezeigt hat.
A. A. Brill.