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Brill meint, daß das Problem der Homosexualität von dem Durch-schnittsfachmann nur wenig verstanden werde. Nachdem er Freuds Definition mitgeteilt hat, erklärt er, daß es sich hiebei um die häufigste aller Perversionen handle, die nach dem Zeugnis hervorragender Autoritäten und auch
zufolge seiner eigenen Beobachtungen mit der völligen geistigen und körperlichen Gesundheit vereinbar sei. Sie findet sich in allen Klassen der Bevölkerung. Obwohl Brill die Möglichkeit, daß sie angeboren sein könnte, zugibt, hält er doch die im Kindesalter infolge begünstigender Umstände und Einflüsse geschehene Fixierung für die gewöhnliche Ursache. Er erörtert die Theorien über die Natur der Inversion, ihre Diagnose und Behandlung. Er sieht in der Psychoanalyse die einzig wirksame Methode. Drei Fälle werden im Anhang zur Illustration der wichtigsten Punkte des Artikels mitgeteilt.
C. R. Payne.