You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Aus diesem Vortrag, der alles Wesentliche aus der Literatur über die im Titel genannte Beziehung referiert, seien als besonders bedeutsam die Ergebnisse der Versuche Steinachs hervorgehoben, der durch Reimplantation oder Heterotransplantation von Hoden und Ovarien an Ratten und Meerschweinchen den Beweis führt, daß nicht die dabei zu Grunde gehenden Keimzellen, sondern die dabei hypertrophierenden interstitiellen Elemente die Männlichkeit, respektive Weiblichkeit inklusive sekundären Geschlechtscharakteren bedingen. Steinach spricht daher diese interstitiellen Drüsenanteile als die „Pubertätsdrüsen“ an. Höchst interessant ist, daß auch das psychische Verhalten z. B. eines „feminierten Männchens“ (d. h. eines kastrierten Männchens mit implantiertem Ovarium), das nun weniger wild wird und selbst die abwehrenden Schwanzbewegungen der (nicht brünstigen) Weibchen ausführt, weiblich wird. Es müssen auch Elemente interstitieller Art sein, die die verschiedenen Formen des Pseudohermaphroditismus bedingen, indem sie in beiderlei Art vorhanden sind. — Daß diese Tatsachen für die Entstehung der Homosexualität Bedeutung haben, liegt nahe.
Dr. E. Hitschmann.