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Im ersten Teile der kleinen Schrift wird an der Hand von statistischem Material gezeigt, wie der Überschuß der Geburten über die Todesfälle in Deutschland und speziell in Bayern in Abnahme begriffen ist. Es wird auf die Tatsache aufmerksam gemacht, daß die unehelichen Geburten diesen Rückgang nicht zeigen, sondern sogar zunehmen, was allein mit der minimalen Verminderung der Eheschließungen nicht geklärt scheint. Vielmehr leitet Lissmann davon, daß „die außerehelichen Konzeptionen nie oder fast nie dem Wunsche der Eltern entspringen“, ab, „daß die eheliche Geburtenbeschränkung eine bewußte, beabsichtigte ist. Es fehlt der jetzigen Ehe der Wille zum Kind, beziehungsweise zu Kindern“. Die Gründe hiefür werden dann im folgenden untersucht.
Ein Hauptgrund der Kinderlosigkeit wird in der Impotenz, speziell der männlichen erblickt und dieser gilt dann der zweite Abschnitt des Werkchens. Lissmann hat eine kleine Rundfrage bei Ärzten veranstaltet und teilt unter anderem nun die Ansichten über die Gründe der Impotenz mit. An erster Stelle rangiert die Masturbation. In zwei Fällen jedoch ist die Überschätzung der Onanie als Causa movens betont. Nach Lissmanns Erfahrung „führt Onanie durch den Gegensatz des Phantasiepartners während der Masturbation zu dem realen des Koitus mehr zu einer relativen Impotenz als durch Organschädigung und Ermüdung zur Erschöpfung der Kohabitationszentren“. (Man beachte das mystische sexuelle Zentrum, das uns zeigt, daß der Autor, der wenig von seinen eigenen Ansichten redet, offenbar in der Hauptsache Somatiker ist.) „Ein gewißer Reizhunger wird freilich durch sie oft erzeugt, der dann später die Grundlage zahlreicher Perversitäten und Sexualverbrechen werden kann.“ Wir möchten das Interesse des Herrn Beobachters hier auf die Phantasien der Onanisten. zumal derer, die noch bis über