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Jede Begierde, die wir ersticken, brütet in unserer Seele und vergiftet uns.
O. Wilde.
Der Schuß, der in der Flinte stecken bleibt, verdirbt sie, so die Kraft im Menschen.
Hebbel.
Wem die Keuschheit schwer fällt, dem ist sie zu widerraten: daß sie nicht der Weg zur Hölle werde — das ist Schlamm und Brunst der Seele.
Nietzsche.
Vieler Menschen Tugend besteht nur darin, daß sie nichts vertragen können.
Berthold Auerbach.
Jener Trieb der Natur, von dem man öffentlich nicht gern redet, rächt jede Unterdrückung mit derselben Rache: er wird zum Betrug: so oder so. Natürlich oder unnatürlich, beim Matrosen, beim Priester, beim Asketen, beim Ehemann und beim Philosophen, stets verwandelt er sich in Betrug. Selbstbetrug, Betrug am andern Geschlecht, am Freunde, an der Natur selbst, Betrug ist seine Verwandlungsform, die er unter hohem Druck annimmt.
R. H. Bartsch.