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Am 20. April 1914 reichte der bisherige Zentralpräsident, Dr. C. G. Jung, der Obmännerkonferenz seine Demission ein, mit der Begründung, er habe sich überzeugen lassen, daß seine Anschauungen in einem so schroffen Kontrast zu den Auffassungen der Mehrzahl der Mitglieder ständen, daß er sich nicht mehr als die zum Vorsitz geeignete Persönlichkeit betrachten könne.
Auf Vorschlag von Prof. Freud sahen die Obmänner der Ortsgruppen von einer Zusammenkunft ab; sie akzeptierten durch schriftliches Votum einstimmig den weiteren Vorschlag, Dr. Abraham zum interimistischen Vorsitzenden zu ernennen. Das Resultat der Abstimmung wurde am 8. Mai von Prof. Freud den Obmännern mitgeteilt, worauf der Herausgeber dieser Nummer des Korrespondenzblattes die Geschäfte des Vorsitzenden, besonders auch die Vorbereitung des diesjährigen Kongresses übernahm.
Die vorliegende Nummer des Korrespondenzblattes kann ihre Aufgabe nur in unvollkommener Weise erfüllen. Das Korrespondenzblatt ist zuletzt im November 1913 erschienen; die in der damaligen Ausgabe enthaltenen Berichte reichen jedoch nur bis zum Juni 1913. Seither hat die Berichterstattung gänzlich geruht. Auch über den Münchner Kongreß liegt den Mitgliedern der Vereinigung noch kein Bericht im Druck vor. Bis zum diesjährigen Kongreß, d. h. bis zum September d. J., wird das Korrespondenzblatt nur einmal, nämlich mit dem Juli-Heft der Internat. Zeitschrift erscheinen können. Unter diesen Umständen mußte die Berichterstattung in ganz summarischer Form geschehen, welche übrigens auch durch den zur Verfügung stehenden beschränkten Raum geboten war.
Daß auch der Bericht über den vorjährigen Kongreß nur nüchterne Daten enthält, erklärt sich zum Teil daraus, daß in dem Protokoll des bisherigen Zentralsekretärs, Dr. Riklin, eine Reihe von Autoreferaten fehlte. Sodann sind die meisten Vorträge seither im Druck erschienen, resp. im Erscheinen begriffen, so daß die Autoreferate dadurch an Wert erheblich eingebüßt haben. Es erscheint daher zweckmäßig,