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I. Begriff der Affektivität. — II. Die Tatsache der Umwandlungen des Affektlebens. — III. Über die Möglichkeit der Affektsumwandlungen. — IV. Mein Versuch.
Es ist lehrreich, das Problem der Umwandlungen, denen das Affektleben unterworfen ist, an der Hand einer kritisch-vergleichenden Gegenüberstellung der betreffenden Ansichten Freuds und Jungs2) zu behandeln. Bevor ich aber an die Erörterung der in Betracht kommenden Fragen gehe, möchte ich eine terminologische Frage behandeln. Sehen wir von den Lustgefühlenab, so bleibt ein großes Gebiet von emotionellen Erlebnissen übrig, dessen einzelne Teile durch verschiedene Ausdrücke, wie z. B. Affekte, Wille, Unlusterlebnisse, Triebe usw. bezeichnet werden. Die Psychologie besitzt kein Wort, das dieses große Gebiet umfassen könnte, und man ist daher gezwungen, Ausdrücke, die einzelne Teile jenes großen Gebietes bezeichnen, in erweiternder Weise auf das ganze Gebiet anzuwenden. Es können daher alle inneren Erlebnisse, sofern sie nicht mit den Lusterlebnissen zusammenfallen, als Wille, oder Affektivität, oder Triebleben usw. bezeichnet werden. Wenn ich daher von Umwandlungen des Willens oder der Affektivität spreche, so meine ich eben jenen weiten Sinn dieser Ausdrücke.
Man muß den Begriff der Affektivität von den Begriffen anderer Erscheinungen, die mit ihm verwechselt werden könnten und tatsächlich verwechselt werden, streng unterscheiden. Oben habe ich die Lustgefühle den affektiven Erlebnissen gegenübergestellt, indem ich von der Voraussetzung ausging, daß die Strebungen, die Leidenschaften, die Affekte, die Gefühle der Unlust usw. eine Kategorie von Erscheinungen bilden, die von den Gefühlen der Lust verschieden sind. Was mich bewegt,