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Bjerre findet die Erklärung der Erscheinungen der Hypnose in einer Regression der Psyche auf den fötalen Zustand. Die Idee einer solchen Regression ist — wie es den Lesern dieser Zeitschrift noch erinnerlich sein dürfte — zuerst vom Referenten ausgesprochen worden, allerdings nicht bezüglich der Hypnose, sondern in bezug auf den Schlafzustand. Die Hypnose dagegen — insoweit sie die Hervorrufung eines Zustandes durch eine andere Person bedeutet — kann naturgemäß nur die Reproduktion extrauterin erlebter Beziehungen sein; in utero ist nämlich ein Zwiegespräch (selbst unter Zwillingen) nicht möglich. Die Hypnotesierbarkeit wurde denn auch (von Freud und dem Referenten) auf extrauterine, infantile Erlebnisse, auf die erotischen Beziehungen zwischen Eltern und Kindern zurückgeführt.
Indem also Bjerre den hypnotischen Schlafzustand als Regression ins Fötale auffaßt, hat er zwar Recht, sagt aber nichts Neues, da die Fötaltheorie des Schlafes auf verschiedene Arten des Schlafzustandes anwendbar ist. Insoferne er aber die hypnotische Beeinflussung durch eine andere Person „fötal“ erklären will, irrt er gewaltig. — Es ist gewiß eine interessante und noch der Lösung harrende Aufgabe, die Unterschiede des gewöhnlichen und des hypnotischen Schlafzustandes auf der gemeinsamen Grundlage der Fötaltheorie darzulegen. Die Psychoanalyse hat schon einiges Material zur Lösung dieses Problemes geliefert und wird es — nach Ansicht des Referenten — in absehbarer Zeit wirklich lösen. Auch die Arbeit Bjerres bringt dazu einige brauchbare Beiträge.
Es ist zu verwundern, daß Bjerre die überdeutliche Ähnlichkeit — man möchte fast sagen: Identität — seiner Theorie mit der des Referenten derartig verkennt, daß er letztere für einen „Mißgriff“ erklären kann.
Ferenczi.