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Eine kluge und feingebildete Erzieherin und Pflegerin versucht sich hier an einem Problem, dessen Wichtigkeit sich dem Arzte ja immer wieder aufdrängt. Die Erkrankung des Kindes, sonst eine selten versäumte Gelegenheit der Verziehung, soll von der Pflegerin erziehlichen Zwecken nutzbar gemacht werden. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen, die von der auch uns Psychoanalytiker sympathisch anmutenden Überzeugung erfüllt sind, daß sich in der Kinderstube das spätere Lebensglück entscheide, folgen „die wichtigsten Einzelfragen der Erziehung“, dann „die Anregung und Beschäftigung der Kinder“. In dem zweiten Teile, der uns am nächsten liegt, gibt es einige Kapitel, die den klaren Blick der Verfasserin verraten. Sie spricht da von den Schattenseiten im Leben des Kindes, von der kindlichen Eifersucht, vom Eigensinn, den heftigen Kindern, Kinderlügen und anderen wichtigen Problemen des Kindesalters und verrät da fast überall eine Vorurteilslosigkeit, eine im besten Sinne naive Beobachtung der Kinder, wie wir sie in den pädagogischen Arbeiten sonst meist