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Ein Patient erzählt folgenden Traum: „Ich stopfe ein Okklusivpessar in meine Harnröhre. Habe dabei Angst, es könnte in die Blase schlüpfen, aus der man es nur auf blutigem Wege entfernen könnte. Ich versuche es also an der Dammgegend von außen festzuhalten und zurückzudrängen oder etwa längs der Harnröhre herauszupressen….“ An dieser Stelle fällt ihm ein, daß in einem diesem Traume vorausgegangenen Traurabruchstücke „das Pessar in seinen Mastdarm gestopft war“. Nachtrag: „Im Traume war es mir bewußt, das elastische Ding werde sich in der Blase breitmachen (sic!) und dann nicht mehr herauszuholen sein.“
Dem sonst durchaus männlichen Patienten kommt dieser Traum, in dem er — wie ein Weib — Schutzmaßregeln gegen die Schwängerung trifft, ganz unsinnig vor, auch ist er neugierig zu erfahren, ob auch dieser peinliche Traum einen Wunsch erfüllt.
Nach den aktuellen Anlässen des Traumes befragt, erzäht er sogleich:
— Ich hatte gestern eine intime Zusammenkunft. Natürlich hat dabei die weibliche Partnerin und nicht ich die Vorsichtsmaßregeln getroffen, sie schützt sich tatsächlich mittels Okklusivpessars vor den Folgen.
— Da identifizieren Sie sich ja im Traume mit dieser weiblichen Person. Wie kommen Sie dazu?
— Ich weiß mich von femininen Tendenzen vollkommen frei. Als Kind stopfte ich gerne kleine Objekte in die Öffnungen des Kopfes (Nase, Ohr), aus denen sie oft nur schwierig zu entfernen waren, was nicht ohne ängstliche Aufregung vor sich ging. Das Band, das am Gummipessar hängt, erinnert mich an Bandwürmer, vor denen ich gleichfalls Angst hatte. Dazu fällt mir ein, daß ich gestern mit Hunden gespielt und mir gedacht habe, ich könnte von ihnen Echinokokken bekommen.
— Bandwürmer und Echinokokken — bemerkte ich — sind allerdings leicht mit der Idee der Schwangerschaft in Beziehung zu bringen, sie gelangen als Eier oder in sonstigen Entwicklungsvorstufen in den Körper und wachsen dort zu ansehnlicher Größe heran, — gerade wie das Kind im Mutterleibe.