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I. Fräulein Erna A. erzählt zwei Tage nach Weihnachten:
„Denken Sie, gestern abend nahm ich aus meinem Pfefferkuchenpaket und aß, ich denke dabei, daß ich Fräulein S. (der Gesellschafterin ihrer Mutter),
wenn sie mir Gutenacht sagen komme, davon anbieten müsse, ich hatte keine rechte Lust dazu, nahm mir aber trotzdem vor, es zu tun. Wie sie nachher kam und ich nach meinem Tischchen hin die Hand ausstreckte, um das Paket zu nehmen, fand ich es dort nicht. Ich suchte danach und fand es eingeschlossen in meinem Schrank. Da hatte ich das Paket ohne es zu wissen hineingestellt.“ Eine Analyse war überflüssig, die Erzählerin war sich selbst über den Zusammenhang klar. Die eben verdrängte Regung, das Gebäck für sich allein behalten zu wollen, war gleichwohl in automatischer Handlung durchgedrungen, um freilich in diesem Fall durch die nachfolgende bewußte Handlung wieder rückgängig gemacht zu werden.
II. Fräulein Helene L., die gerade einen gründlichen Ärger erlebte, sagte in der Aussprache darüber:
„Jetzt müßte noch irgend was entzwei geh'n, und wenn es etwas wäre, was ich gern habe, dann wär mir's gerade recht. Mal in Kassel, wie ich auch solch einen Ärger hatte, fiel mir eine Vase hin und zerbrach, und da freute ich mich noch und sagte: „Das war gut!“
Ich erwiderte: Die Psychoanalytiker würden sagen: „Da hätte eine unbewußte Absicht mitgewirkt, du hättest die Vase unbewußt zwar, aber dennoch absichtlich heruntergestoßen.“
Helene L.: „Nein, das doch nicht! Ich wollte einen kleinen Tisch wegstellen und schob zu heftig, da fiel die Vase vom Tisch herunter und zerbrach“, will dann noch sagen: „Es war gerade die, die ich am wenigsten entbehren mochte“. Tatsächlich jedoch fährt sie fort: „Und es war gerade die, die ich am ersten entbehren mochte“. Da lachten wir beide und keines von uns zweifelte mehr daran, daß gerade jene Vase, wenn zwar unbewußt, so doch keinenfalls ohne Absicht das Todesopfer geworden war.
III. Ich nehme an einer Besprechung über eine Beleidigungssache teil, be