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Im Anschluß an die im vorigen Heft (S. 46 f.) referierte Arbeit Kollarits' hebt Cl. hervor, daß bei Menschen mit audition colorée auch der den Wortklang begleitende Farbenton zum Aufbau jenes Bildes beitragen kann, das man sich von einem Unbekannten beim Hören oder Lesen seines Namens macht. In solchen Fällen sei jede Freudsche Erklärung überflüssig. (Allerdings, aber die Synästhesie selbst und ihre individuelle „Färbung“ bedürfen selber der Freudschen Erklärung. Ref.) Interessant und neu ist der Hinweis, die Zeugenaussage könne durch das Farbenhören des Zeugen verfälscht sein.
Eine bei diesem Autor nicht gewohnte Oberflächlichkeit zeigt sich in der Erklärung zweier Lapsus linguae, die er selber beging. Einmal sagte er Jodtinktur statt Opiumtinktur, ein anderesmal Bismut statt Magnesia; die Erklärung dafür: Jodtinktur und Opiumtinktur seien beide braune Flüssigkeiten; Bismut und Magnesia: beide weiße Pulver. „Muß ich etwa annehmen, daß ich den geheimen Wunsch hatte, den Patienten, der purgiert werden wollte, zu verstopfen?“ fragt Claparède und verneint es. Auch wir können ihm keine sichere Antwort geben, konstatieren aber, daß dies sein erster Einfall war, als er den Lapsus erklären wollte.
S. Ferenczi